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Botschaften aus dem Neo-Gulag

Produktinformationen "Botschaften aus dem Neo-Gulag"

Was geschieht, wenn ein Staat das Recht durch Gewalt ersetzt? Wenn Gerichte nicht mehr unabhängig sind, Menschenrechte außer Kraft gesetzt werden und Folter zum Instrument staatlicher Herrschaft wird? 

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine sind Tausende Menschen verschleppt, gefoltert und festgehalten worden. In diesem Buch berichten ukrainische Frauen und Männer von ihrer Gefangenschaft in russischen Haftlagern und Gefängnissen. Zu Wort kommen auch Russen, die wegen eines kritischen Wortes im Neo-Gulag landeten. 

Sie erzählen von Schlägen, Stromfolter, Erniedrigung und Willkür. Sie zeichnen das Bild eines modernen Gulag-Systems, in dem Gewalt zum Prinzip staatlicher Herrschaft geworden ist. 

Die Zeugnisse der Überlebenden zeigen, worum es in der europäischen Debatte über Wehrpflicht, Abschreckung und Selbstverteidigung tatsächlich geht. Sie zeigen, wogegen wir uns wehren müssen und was geschieht, wenn ein demokratischer Rechtsstaat einem autoritären Regime weicht. 

Wären wir in Deutschland und Europa in der Lage, unsere Freiheit gegen Putin zu verteidigen? 

„Botschaften aus dem Neo-Gulag“ ist ein Buch über die Opfer eines brutalen Systems. Vor allem aber ist es ein Buch über die Frage, wie weit wir bereit sind zu gehen, um Freiheit, Menschenrechte und Rechtsstaat zu schützen. 

Denn wenn wir nicht bereit sind, unsere Demokratie zu verteidigen, wer wird es dann für uns tun?

Autoren: David Schraven, Yuliia Bohdan, Wigbert Löer, Sergey Lukashevsky, Marcus Bensmann, Silvia Stöber, Sebastian Haupt.

Illustration: Zhenya Oliinyk 


Erscheinungsjahr:2026
ISBN:978-3-948013-47-9
Seitenzahl:416
Einband: Hardcover
Genre: Sachbücher
Sprache: deutsch

Der Autor

David Schraven hat den wichtigsten Satz seines Lebens als Kind von seiner Mutter gehört: „Wir haben die Grenzen der Welt nicht gesetzt. Warum sollen wir sie halten?“ Was zwingt uns dazu, Journalismus nur als Zeilenschreiben zu verstehen, als Formatfüllen... Mehr

 

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Tipp
Warnung an Deutschland
Can Dündar weiß, wie schnell eine Demokratie kippen kann. Der türkische Journalist deckt 2015 geheime Waffenlieferungen seiner Regierung auf. Kurz darauf wird er verhaftet, als Spion angeklagt und zum Staatsfeind erklärt. Vor dem Gerichtsgebäude schießt ein Attentäter auf ihn. Dündar überlebt und flieht ins Exil nach Berlin. Auch Marcus Bensmann hat autoritäre Gewalt aus nächster Nähe erlebt – in Usbekistan, Kasachstan und im Krieg in der Ukraine. Beide Journalisten haben gesehen, wie Demokratien ausgehöhlt, Medien unter Druck gesetzt und Gegner verfolgt werden. Aus ihren Erfahrungen entstehen drängende Fragen: Woran erkennt man den Moment, in dem eine Demokratie stirbt? Wann muss eine Gesellschaft handeln, bevor es zu spät ist? Dieses Buch ist Dündars und Bensmanns gemeinsamer Weckruf. Es geht um Freiheit und ihre Grenzen, um Propaganda, Einschüchterung und den Umgang einer Demokratie mit ihren Feinden – bis hin zur Frage, ob wir ein Verbotsverfahren für die AfD brauchen.„Angriffe auf die freie Presse und ein erbitterter Kampf um die Deutungshoheit – so greifen autoritäre Kräfte die Demokratie an. In diese Szenerie rufen Can Dündar und Marcus Bensmann mit der geballten Kraft ihrer Lebenserfahrungen die ‚Warnung an Deutschland‘. Man könnte sich kein glaubwürdigeres Autorenpaar für dieses Thema vorstellen.“ - Claus Kleber in seinem persönlichen Vorwort zum Buch.Tipp: Can Dündar und Marcus Bensmann sind mit „Warnung an Deutschland“ auf Buchtour! Alle Termine finden Sie hier. Sie sind Veranstalter und möchten die Autoren einladen? Schreiben Sie uns gern an verlag@correctiv.org!

18,00 €*
Tipp
Russischer Kolonialismus - Ein illustriertes Handbuch von Maksym Eristavi
„Eine Formel. Dutzende Invasionen. Millionen Stimmen vor uns wurden ermordet oder assimiliert, ohne ihre Geschichten erzählen zu können. Das russische Kolonialreich hat sich über Jahrhunderte offen vor unseren Augen versteckt. Wir haben überlebt, um es zu entlarven. Wir haben überlebt, um dem Imperium mit Fakten die Stirn zu bieten.“ - Maksym Eristavi Alles begann mit einem Twitter-Thread von Maksym Eristavi. In ihm hat der Journalist die Geschichte russischer Gewalt und kolonialer Strukturen dargelegt und in die breite Öffentlichkeit getragen. Aus dem Thread ist ein Buch entstanden. Anhand persönlicher Erfahrungen und der künstlerischen Aufarbeitung historischer Fakten macht es sichtbar, was viele übersehen: dass Putins Krieg gegen die Ukraine kein Einzelfall ist, sondern Teil der jahrhundertealten Strategie einer Kolonialmacht.Mit Illustrationen von Levan Eristavi in Zusammenarbeit mit einer Gruppe ukrainischer Künstlerinnen und Künstler.

20,00 €*
Europas Brandstifter: Putins Krieg gegen den Westen
Wladimir Putins Einfluss in Europa wächst. Damit er Russland wieder zu vergangener Größe und Macht führen kann, muss die Westbindung Europas fallen. Seinen Griff nach der Vorherrschaft auf dem Kontinent hat der russische Präsident lange vorbereitet: Über zweieinhalb Jahrzehnte hat Russland unter Putin seine Netzwerke in Europa ausgebaut und Deutschland abhängig gemacht von seinem Gas.Desinformationskampagnen, Cyberattacken und Sabotageaktionen destabilisieren die Ordnung und den Frieden in der EU. Parteien wie AfD und BSW nähern sich ideologisch dem Kreml und vertreten dessen Positionen, während das transatlantische Bündnis zersetzt wird. „Europas Brandstifter“ bündelt die Russland-Recherchen des gemeinnützigen Medienhauses CORRECTIV aus den vergangenen zehn Jahren. Wir haben alte Stasi-Akten zu Putins frühen Jahren in Dresden ausgewertet, das Lobbynetzwerk um Gazprom mit seinen Verstrickungen bis tief in die deutsche Politik transparent gemacht und über Russlands Verrohung berichtet, über die Korruption im Justizsystem, über die Gewalterziehung in der Armee und die Kriegs- verbrechen russischer Soldaten. Dieses Buch erzählt die Geschichte eines jahrzehntelangen Angriffs. Europa muss sich ihm endlich stellen. Unabhängiger Journalismus ist lebensnotwendig für eine Demokratie.

23,00 €*
Die Säuberung – Das Massaker im Dorf Novye Aldy am 5. Februar 2000
Wenige Woche nach dem Machtantritt von Wladimir Putin zum Präsidenten Russlands verübten russische Streitkräfte das Massaker von Novye Aldy an tschetschenischen Zivilisten. Die Soldaten schossen ihre Opfer aus nächster Nähe nieder, plünderten und vergewaltigten und setzten die Häuser des Dorfes in Brand. 82 Zivilisten kamen beim Massaker ums Leben. Es war der 5. Februar 2000. Der zweite Tschetschenienkrieg tobte.  Die Verbrechen in diesem Konflikt sollten zum Leitmotiv der russischen Armee in allen weiteren Kriegen Russlands unter Putin werden. Sei es in Georgien, Syrien oder nun in der Ukraine. Die Offiziere hatten ihre brutale Lektion in Tschetschenien gelernt. Massaker und Morde werden von höchster Stelle gedeckt.  Der Europäische Gerichtshofs für Menschenrechte stellte in zwei verschiedenen Urteilen in den Jahren 2006–2007 die Schuld des russischen Staates an den Verbrechen in Novye Aldy fest. Der hier übersetzte Bericht der Menschenrechtsorganisation Memorial diente als Grundlage dieser Prozesse. Er beschreibt die Vorgehensweise der russischen Kriegsverbrecher von Novye Aldy bis Butscha. Die Menschenrechtsorganisation Memorial bekam 2022 den Friedensnobelpreis verliehen. Sie dokumentiert unter Lebensgefahr Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen des Putin-Regimes. Nach dem Ukraine-Überfall wurde Memorial verboten. Viele Mitarbeiter mussten ins Ausland fliehen. Einige sind immer noch in Russland und setzen sich im zivilen Widerstand gegen die Unterdrückung ein.   Radio Sakharov wurde nach der Flucht des renommierten Direktors des Sacharow-Zentrums aus Moskau, Sergey Lukashevsky, in Berlin als russischsprachiges Exil-Medium gemeinsam mit CORRECTIV gegründet. Das in Russland verbotene Sacharow-Zentrum setzt sich für Menschenrechte ein und erinnert an politische Opfer.  CORRECTIV ist ein gemeinwohlorientiertes Medienhaus, das Demokratie stärkt und Missstände aufgedeckt. Es wird aus Spenden finanziert.

10,00 €*
Andrej Sacharow: Der Mann, der keine Angst hatte
Er schuf eine Bombe hundertmal stärker als die von Hiroshima und legte damit Anfang der 1950er-Jahre den Grundstein für das nukleare Imperium der sowjetischen Supermacht. Manche bezeichnen Andrej Sacharow als russischen Oppenheimer. Denn wie der US-Forscher wurde sich der Physiker Sacharow der Gefahren seiner Arbeit bewusst. Doch er tat noch mehr: Er lehnte sich gegen die Politik seines Landes auf. Die Unfreiheit und staatliche Willkür in der Sowjetunion, die Auswirkungen von Unterdrückung und Zensur konnte er immer weniger hinnehmen. Unermüdlich warnte er vor dem Schrecken eines Atomkrieges, kämpfte für Frieden, Demokratie und den Schutz unserer Welt. Sein Einsatz für die Freiheit der Menschen wurde 1975 mit dem Friedensnobelpreis international gewürdigt. Fünf Jahre später verbannte ihn die Sowjetunion wegen seiner Kritik am Regime. Doch auch das ließ ihn nicht verstummen. Andrej Sacharow hat es gewagt, in einem Land, das für staatliche Unterdrückung und Gewalt steht, seine eigenen Entscheidungen zu treffen und für die Werte einer freien Welt einzustehen. Mit Blick auf das heutige Russland ist seine Geschichte bedeutender denn je. Russische Historiker, Künstler, Schriftsteller, Archivare, Redakteure und Museumskuratoren haben sich zusammengetan, um die Geschichte dieser einzigartigen Persönlichkeit in einer Graphic Novel zu erzählen. Das gemeinwohlorientierte Medienhaus CORRECTIV hat sie ins Deutsche übersetzt.Diese Ausgabe ist erschienen in Kooperation mit dem Goethe-Institut e.V. und der Friedrich Naumann Stiftung. Übersetzung: Ruth Altenhofer & Jennie Seitz

20,00 €*